Pressestimmen

„Aus Opern wie ,Admeto‘ und ,Amadigi‘, ,Rodelinda‘ und ,Rinaldo‘, aber auch aus Oratorien wie ,Belshazzar‘ und ,Israel in Egypt‘ haben die Komponisten Markus Kraler und Andreas Schett die Melodien geborgt, die sie ihrer singulären Besetzung anverwandeln: Da schleift das Saxophon die Töne rund, schlappt der Kontrabass lässig durch das Continuo, liefert das Hackbrett seine Dulcismen. Über allem aber umarmen und bekämpfen sich Violinen und Trompeten, Kornett und Klarinette, Tuba und Akkordeon - eine extrabreite Palette von Klangfarben, die Händel bald im Jazz und dann wieder bei Hochzeit und Todesfall verortet.“(Mitteldeutsche Zeitung)


„Die Entdeckung der Festspiele aber ist das Berliner Ensemble ,Nico and the Navigators‘. ,Anaesthesia‘ hat es sein selbst zusammengestelltes Händel-Pasticcio genannt: ein poetisches, hochästhetisches Körpertheater mit einem ausgesprochen klugen musikalischen Arrangement der österreichischen Musikbanda ,Franui‘, in dem Hackbrett und Saxophone der Musik Händels ganz neue Farben verleihen, ohne sie zu verbiegen. Einfach hinreißend.“ (Göttinger Tagblatt)


„Ereignishaft, wie sich das Saxophon in die Melismen mischt, Hackbrett und Akkordeon eine neue Klangwelt öffnen, die Zärtlichkeit der Tuba, die Qualität der Geigen. Fingerspiel über Sopranperlen, gestörte Affekte, die Entdeckung des Stofflichen und die Intensität der Körpersprache, rasende Gewalten, die Zeremonie der Melancholie und der singende Kölbl, kopfüber vom Bühnenportal hängend: Eine barocke Personage erprobt in lockeren Szenen ohne äußeren Aufwand hochästhetisch und hinreißend sinnlich Lebensgefühl, Kunst, Poesie, Brutalität und das Staunen einer Epoche.“ (Tiroler Tageszeitung)