Ennui | Franui | Peter Simonischek, Lesung | Martin Gostner, Bühnenbild

Unter dem Titel „Ennui“ beschäftigt sich die Musicbanda Franui mit Divertimenti von Mozart bis Satie und führt die Zuhörer aus dem ganz alltäglichen Leben zurück in die Kindheit und von dort direkt auf den Friedhof. Begleitet werden die zehn Musiker auf diesem Weg von einem herausragenden Künstler, der für seine Rollen im Wiener Burgtheater oder in zahllosen Filmproduktionen wie etwa „Toni Erdmann“ größte Bekannt- und Beliebtheit genießt: Peter Simonischek.

Mit Ennui ist nicht gemeint, was man in Wien „fad“ nennt. Es geht um die existenzielle Langeweile, um jenen Moment, in dem einen die schwarze Leere ergreift, die Absurdität des Daseins bewusst wird – oder wie immer Philosophen diesen Zustand genannt haben. Einer von ihnen, Kierkegaard, behauptet: Aufheben könne man die Langeweile niemals durch Arbeit, nur durch Unterhaltung sei ihr beizukommen.
Die Unterhaltung, die Zerstreuung, der Zeitvertreib, das Vergnügen – in der Musik heißt das: Divertimento. Und brillante Themen dieser Gattung finden die Franuis für ihre in Erinnerung bleibende musikalische Erzählung bei Mozart, Satie, Schumann und anderen  – Bleibt noch zu sagen: Gute Unterhaltung!

Credits

Credits

Musik

nach Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Franz Schubert, Béla Bartók, John Cage und Erik Satie


Texte

von Georg Büchner, Søren Kierkegaard, John Cage, Blaise Pascal und Walter Benjamin


Bühnenbild

Für Ennui hat der Künstler Martin Gostner unter dem Titel „Ennui – Retter, spiele, Retter“ (2016) ein eigenes Bühnenraumbild geschaffen.

Pressestimmen

Pressestimmen

Wiener Zeitung

„Ein weiteres Prachtbeispiel Franui’scher Bastelkunst.“

Tiroler Tageszeitung

„Ein großes Kaleidoskop ist zu hören: wunderbare Tänze, rare Preziosen. Man spitzt die Ohren, versucht aber bald gar nicht mehr die Vorlagen zu erkennen. Einfach nur Opern oder große Symphonien Mozarts zu verhackstücken? Für Franui – zum Glück – viel zu simpel!“

Kölner Stadt-Anzeiger

„Peter Simonischek las die schillernde Auswahl literarischer und philosophischer Texte mit geziemender Bedachtsamkeit, zugleich aber auch mit der pointensicheren Virtuosität des erfahrenen Burgschauspielers - so spannend kann Langeweile sein.“

Salzburger Nachrichten

„Lan​ge​wei​le kommt bei so viel ex​zel​len​ter Un​ter​hal​tung und Denk​stoff über die Lan​ge​wei​le nicht auf.“